Viele Kunden fragen mich oft, wie man die Daten auf dem Typenschild von Asynchron-Elektromotoren korrekt liest. Daher habe ich mich entschlossen, die wichtigsten Angaben in den verschiedenen Feldern des Schildes hier zusammenzufassen.
Zunächst einmal zeigt das folgende Bild ein CE-Einphasenmotor-Typenschild.
Bitte beachten Sie, dass sich die Drehstromversion nur durch die Nummer unten links unterscheidet, dort steht „3-M“ anstelle von „1-M“.
Lassen Sie uns gemeinsam die Bedeutung der Daten in den einzelnen nummerierten Abschnitten betrachten:
Motortyp: (T: Drehstrom, AT: Bremsmotor, DP: polumschaltbar, ME: Einphasenmotor mit elektronischem Kondensator). Baugröße: (von 56 bis 355). Polzahl: (2-4-6-8-4/6-4/8…). Zum Beispiel steht DP112B4/6 für einen polumschaltbaren Motor der Baugröße 112B mit 4 und 6 Polen.
Seriennummer: Vom Hersteller vergebene Identifikationsnummer.
Schutzart: IP 55 ist der Industriestandard gegen äußere Einflüsse.
Isolationsklasse: Cl.F (max. Temp. 155°C) oder Cl.H (max. Temp. 180°C).
Betriebsart: S1 (Dauerbetrieb), S2 (Kurzzeitbetrieb), S3 (aussetzender Betrieb).
Leistungsfaktor: (cos φ).
Bremsendaten (falls vorhanden): DC (Gleichstrombremse) oder AC (Wechselstrombremse).
Versorgungsspannung: Variable Spannungen je nach Einsatzland.
Frequenz: In der Regel 50 oder 60 Hz.
Motorleistung: Angegeben in hp (Pferdestärken).
Motorleistung: Angegeben in kW.
Drehzahl: Umdrehungen pro Minute (U/min oder RPM).
Nennstrom: Stromaufnahme in Ampere.
Kondensatordaten: (für die Felder 14 und 15, spezifisch für Einphasenmotoren).
Zudem finden Sie möglicherweise weitere spezifische Motordaten wie:
C3: C3-Lager.
T: Tropenfester Motor.
1S: Motor mit 1 Stillstandsheizung.
VL: Motor mit Schwungrad.
A: Motor mit Kondenswasser-Ablauflöchern.
Darüber hinaus folgen auch die Typenschilder zertifizierter Motoren dem oben vorgeschlagenen Schema. Allerdings wird die Zertifizierung durch einen speziellen Aufdruck oben links auf dem Schild bestätigt.
Hier sind einige Beispiele:
Einerseits müssen Motoren für den nordamerikanischen Markt die UL- und CSA-Logos tragen. Diese Zertifizierungen gewährleisten die Einhaltung der Sicherheitsstandards in den USA und Kanada.
Andererseits ist für Umgebungen mit Explosionsgefahr die ATEX-Zertifizierung zwingend erforderlich. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das korrekte Interpretieren dieser Daten entscheidend ist, um Anschlussfehler zu vermeiden und den sicheren Betrieb Ihrer Anlagen zu gewährleisten.
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